Der verlorene Zwilling

 

 

 

Viele Menschen sind über Jahre hinweg auf der Suche nach Klarheit, Kraft und Freude in ihrem Leben, oftmals sogar noch nach langer therapeutischer Begleitung. Es scheint, als gäbe es für sie kein "Ankommen", keine innere Ruhe und kein wirkliches Glücklichsein.

 

Das Thema des verlorenen Zwillings (oder auch Drillings/Mehrlings) findet in dieser Zeit mehr und mehr Anerkennung. Es lohnt sich wahrlich, sich damit zu beschäftigen, sollten Ihnen folgende möglichen Befindlichkeiten oder Verhaltensweisen bei Ihnen selbst oder einem ihrer Kinder vertraut sein - was natürlich NICHT automatisch bedeutet, dass Sie oder ihr Kind davon betroffen sind!:

 

  • Sie fühlen sich nicht "ganz" oder vollständig in sich
  • Sie fühlen sich unerklärbar schuldig
  • Sie sind in Ihrer Grundstimmung eher melancholisch, oft traurig oder schlecht gelaunt oder auch depressiv
  • Sie sind übermäßig müde und antriebslos oder (im Gegensatz dazu) innerlich getrieben und rastlos
  • Sie kümmern sich viel mehr um das Befinden und die Bedürfnisse anderer als um ihr eigenes Wohlergehen
  • Sie empfinden extrem tiefes Mitgefühl oder Mitleid mit Menschen und Tieren, denen es nicht gut geht
  • Es fällt Ihnen schwer, allein zu sein und/oder andere allein lassen zu müssen
  • Einsamkeitsgefühl
  • Sie fühlen sich nicht geliebt und/oder wert, geliebt zu sein
  • Sie haben das Gefühl oder "wissen" in sich, dass etwas oder jemand im Familiensystem fehlt
  • Sie sind ständig auf der Suche, wissen aber nicht, wonach
  • Sie kaufen bestimmte Gegenstände (z.B. Deko, Kleidung) immer doppelt oder dreifach
  • Sie fühlen sich vom Thema "Tod" oder Fragen nach dem Jenseits sehr angezogen
  • Sie erleben den Verlust eines nahestehenden Menschen als extrem schlimm, die Trauer will einfach nicht enden
  • Es fällt Ihnen schwer, wenn ein Mensch in einer Gruppe nicht integriert wird
  • Sie können Konflikte nur schwer ertragen und sehnen sich nach ständiger Harmonie
  • Sie wünschen sich einen Partner, dem Sie möglichst häufig sehr nahe sein können
  • Sie haben das Gefühl, keine wirkliche Grenze in oder um sich selbst zu spüren und "verlieren" sich in anderen
  • diese Liste ließe sich um viele Beispiele verlängern
  • geben Sie im Internet den Begriff "der verlorene Zwilling" ein, und Sie werden viele interessante Entdeckungen machen

 

Die plötzliche Trennung aus dieser Geschwister-Symbiose in den ersten Wochen im Mutterbauch als wohl die früheste Traumatisierung hinterlässt in der Regel tiefe Spuren in der Seele des allein geborenen Menschen, wie anhand der oben aufgeführten Beispiele sicherlich nachvollziehbar ist. Diese wollen im Laufe des Lebens gesehen, gewürdigt und geheilt sein. Die möglichen Wege zur Heilung sind vielseitig und vielschichtig, und natürlich absolut individuell. Ich bin selbst ein allein geborener Zwilling und fühlte mich nach meinem Prozess des "Einswerdens" ein-deutig kraftvoll und - endlich - wahrhaftig glücklich.

Sollten Sie herausfinden wollen, ob Sie selbst auch zu den Betroffenen zählen oder dies schon wissen und den Wunsch haben, "in sich ganz" zu werden, begleite ich Sie gern - ganz in Ihrer gewünschten Art und Zeit - zur Klarheit oder/und in Ihr neues Leben. Systemisches Arbeiten, zum Beispiel mit der Methode der Familienaufstellung, eignet sich hervorragend zur Abklärung und weiteren wichtigen Schritten. Unter meiner Muttertrommel zu liegen und betrommelt zu werden, ist eine weitere Möglichkeit, sich wie im Mutterleib zu fühlen und Erlebnisse aus dieser Zeit zu erinnern.

Sie werden in der angemessenen Zeit neu geboren als SIE SELBST. Der Zwilling und Sie können dann liebevoll im Herzen verbunden sein, und jeder darf entsprechend seiner Bestimmung seinen eigenen Entwicklungs-Weg gehen.